Was ist ein Haushaltsbuch und wie hilft es dir dein Vermögen auf solide Beine zu stellen? Was solltest du dabei beachten? All das erfährst du in diesem Beitrag. Sei gespannt!

Was ist ein Haushaltsbuch?

Es ist eine Aufstellung deiner Einnahmen und Ausgaben. Einnahmen können zum Beispiel dein Gehalt oder Mieteinnahmen aus einer Immobilie sein. Ausgaben sind zum Beispiel deine Miete, Essen und Trinken, Versicherungen oder Abonnements. Kennst du alle deine Ausgaben? Weißt du, ob du im Monat mehr einnimmst als ausgibst? Nein? Dann ist das Haushaltsbuch genau das Richtige für dich!

Dort wird all das übersichtlich aufgeschrieben!

Wo kann ich sparen?
1. Bankkosten senken
2. Versicherungskosten senken
3. Kosten für Strom/Gas senken
4. Förderprogramme nutzen
Führe ein Haushaltsbuch!

5 Gründe ein Haushaltsbuch zu führen

Die Haushaltsbilanz hat meistens keinen guten Ruf. Deine Eltern haben bestimmt zu dir gesagt, als du ausgezogen bist, dass du unbedingt deine Einnahmen und Ausgaben aufschreiben musst. Kennst du das? Du hast das dann auch die ersten ein bis zwei Monate gemacht, aber hast es dann wieder aus den Augen verloren. Denn das Führen einer solchen Bilanz kostet Zeit und macht wenig Spaß.

Wir haben hier für dich 5 Gründe, warum das Führen eines Haushaltsbuchs trotz des Zeitaufwands sinnvoll ist. Und glaube mir, das kann auch richtig Spaß machen, wenn man weiß wofür man es tut!

1. Ordnung

Durch dein Haushaltsbuch bringst du deine Finanzen in eine gute Struktur und hast somit den perfekten Überblick. Wenn du dann auf dein Konto siehst und deine Abbuchungen überprüfst, weißt du genau, was für was war. So fällt dir auch auf, wenn Abbuchungen stattfinden, die du nicht in deiner Haushaltsbilanz aufgelistet hast. Somit kannst du dann gleich nachforschen, woher die kam und, sofern nötig, sofort korrigieren.

Die geschaffene Ordnung ist der Ausgangspunkt für den zweiten Grund deine Einnahmen und Ausgaben zu tracken.

2. Kontrolle

Dein Haushaltsbuch ist die perfekte Möglichkeit, um deine Einnahmen und Ausgaben zu kontrollieren. Nicht nur die Höhe ist somit ersichtlich, sondern auch wo deine Einnahmen und Ausgaben liegen. Du kannst außerdem sehen, ob sich deine Ausgaben verändern, weil du die Monate vergleichen kannst.

Wenn du dann siehst, dass du zum Beispiel im April viel mehr Geld für Freizeit ausgegeben hast, als im Mai, kannst du gezielt nachforschen, warum das so war. Und dann kannst du dir überlegen, ob das so ok ist, oder ob du im nächsten Monat etwas ändern möchtest.

Du hast somit alle Freiheiten und weißt immer genau, was geht und was nicht.

3. Ersparnisse

Durch die neu gewonnene Ordnung deiner Finanzen erkennst du schnell hohe oder gar unnötige Ausgaben. Und das ist der erste Schritt, um diese zu beseitigen. Die größten Geldfresser sind meistens Bankkosten, Versicherungskosten und Strom oder Gas. Wenn diese einfach monatlich von deinem Konto abgebucht werden, ist es schwer zu erkennen, wie hoch diese wirklich sind.

Erst wenn du den genauen Betrag für zum Beispiel deine Haftpflichtversicherung kennst, kannst du dich auf die Suche nach einer günstigeren Versicherung machen. Wichtig ist dabei nur, dass du nicht nur auf den Beitrag achtest, sondern auch die Leistungen deiner alten und der vielleicht neuen Versicherung vergleichst. Denn du willst zwar Geld sparen, aber nicht auf Leistung verzichten.

4. Gelassenheit

Durch dein Haushaltsbuch weißt du zu jeder Zeit, was du im Monat zur Verfügung hast. Außerdem siehst du auch, wann zum Beispiel ein Jahresbeitrag einer Versicherung oder eines Vereins fällig ist. Damit kannst du planen und immer sicherstellen, dass genug Geld auf dem Konto ist. Und schon kannst du ganz gelassen deine Finanzen betrachten.

Nicht nur für deine gegenwärtigen Entscheidungen und Planungen kannst du gelassen bleiben, sondern auch mit Blick auf die Zukunft. Schließlich weißt du immer genau, wo du welche Ausgaben hast und vor allem wo du wie viel sparst oder anlegst.

5. Disziplin

Der Schlüssel zum Erfolg ist nicht nur im Sport die Disziplin. Sie spielt auch auf dem Weg zur finanziellen Freiheit eine große Rolle. Durch dein Haushaltsbuch schaffst du dir ein Ritual oder eine Gewohnheit, dich regelmäßig und diszipliniert um dein Vermögen zu kümmern. Damit hast du einen großen Schritt Richtung finanzielle Freiheit gemacht.

Und ich bin mir sicher, gerade der letzte Punkt hat dich überzeugt, dass das Führen eines Haushaltsbuch nicht nur mit Arbeit verbunden ist. Denn so kannst du einen weiteren Schritt Richtung finanzielle Freiheit machen. Wie findest du das? Ich finde so macht das Führen eines Haushaltsbuchs echt Spaß!

„Spare in der Zeit, dann hast du in der Not!“ - unbekannt
Dabei hilft dir unser Haushaltsbuch!

5 Tipps und Tricks rund um dein Haushaltsbuch

Um mit dem Führen eines Haushaltsbuches zu beginnen, benötigst du nur einen Stift und Papier. Denn das reicht aus, um deine Einnahmen und Ausgaben aufzuschreiben. Wenn du allerdings Kategorien bilden möchtest (z.B. Fixkosten, Versicherungskosten, Einnahmen etc.), bietet es sich an, entweder eine der vielen Apps zu verwenden oder Excel zu nutzen.

Denn dann hast du den Vorteil, dass deine gesamten Einnahmen und Ausgaben zusammengerechnet werden oder die einzelnen Kategorien aufsummiert werden. Du hast auch die Möglichkeit Grafiken einzufügen, um zum Beispiel auf den ersten Blick zu sehen, welcher Kostenpunkt der größte in deinen Ausgaben ist.

Welches Tool du verwendest, kannst du für dich frei entscheiden. Da kommt es drauf an, was du persönlich am liebsten magst, oder womit du schon gute Erfahrungen gemacht hast.

Wir haben für dich exemplarisch ein Haushaltsbuch in Excel erstellt. Das kannst du gerne hier downloaden und sofort loslegen! Wir würden uns sehr freuen, wenn du uns Feedback gibst, wie du damit zurecht kommst!

Hier noch ein paar Tipps und Tricks, damit dein Haushaltsbuch ein echter Erfolg wird!

1. Das Führen deines Haushaltsbuchs ist eine Routine

Am Anfang kann es passieren, dass im stressigen Alltag das Führen des Haushaltsbuchs in den Hintergrund gerät. Das ist ganz normal bei neuen Gewohnheiten. Denn eine neue Handlung wird erst nach 30 Tagen zur Gewohnheit. Ab dann geht es dir locker von der Hand und du musst gar nicht mehr explizit daran denken, dass du dein Haushaltsbuch führen willst.

Bis es zur Gewohnheit wird, hilft es dir zum Beispiel eine feste Uhrzeit festzulegen, zu der du jeden Tag dein Haushaltsbuch aktualisierst. Du kannst dir dafür zum Beispiel auch eine Erinnerung in dein Smartphone eintragen. Damit schaffst du dir eine Routine und die wird dann 30 Tage später zur Gewohnheit!

2. Setze dir Ziele und belohne dich

Um die Motivation hoch zu halten, das Haushaltsbuch immer weiterzuführen, helfen zwei einfache Tipps.

  1. Setze dir ein Sparziel – Wie viel möchtest du sparen? Nachdem du deine Ausgaben aufgeschrieben hast, kannst du dir überlegen, wo du wie viel sparen möchtest. Schreib dir die Ziele auf und verfolge regelmäßig mit, wie nah du schon an deinem Ziel bist.
  2. Belohne dich! – Wenn du dein Sparziel erreicht hast oder wenn du es einfach schon 3 Monate durchgehalten hast dein Haushaltsbuch regelmäßig zu führen. Gehe ins Kino, auf ein Konzert oder gönne dir ein gutes Essen oder einfach einen entspannten Abend in der Badewanne. Hier bist du völlig frei. Nimm, was dir gefällt.

3. Unterteile dein Haushaltsbuch in Unterkategorien

Um einen möglichst detaillierten Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben zu bekommen, solltest du beides in Unterkategorien einteilen. Bei deinen Ausgaben können das folgende sein:

  • Versicherungskosten – hier listest du alle Beiträge zu Versicherungen auf
  • Wohnung – zum Beispiel Miete, Strom oder Gas, Internet etc.
  • Auto – Garagenstellplatz, Tanken, Reparaturen etc.
  • Lebensmittel
  • Kleidung
  • Freizeit
  • Sparbeiträge – wie viel sparst du pro Monat wohin?

Aber auch deine Einnahmen kannst du in Kategorien unterteilen. Beispiele hierfür sind:

  • Gehalt
  • Mieteinnahmen Immobilie
  • Nebentätigkeit
  • Kindergeld
  • Zinsen auf bereits angelegtes Kapital, wobei du das lieber reinvestieren solltest 😉

Für jede einzelne Kategorie kannst du dann die Summe aller Einnahmen bzw. Ausgaben bilden und siehst dann, wo du das meiste Geld ausgibst und einnimmst. Danach kannst du dir überlegen, wo du am besten noch etwas sparen kannst.

4. Spare in den einzelnen Kategorien

Wenn du dir überlegst, wo du sparen kannst oder möchtest, dann betrachte jede Kategorie einzeln. So wird dein Sparziel konkreter und du weißt im Alltag genau, wo du wann sparen wolltest. Ein Ziel kann sein in der Kategorie Kleidung 10 % zu sparen. Immer wenn du dann also Kleidung einkaufst, erinnerst du dich an dein Sparziel und überlegst genauer, ob du das nun wirklich kaufen möchtest.

Auch bei Fixkosten, wie Versicherungen, geht das. Zum Beispiel kannst du alle deine Versicherungsbeiträge hernehmen und recherchieren, ob es einen anderen Versicherer gibt, der günstiger ist. Wichtig ist hier: achte darauf, dass der neue Versicherer auch dieselben Leistungen anbietet, wie der alte! Hier kann es nützlich sein Experten zu Rate zu ziehen.

5. Ziehe erst nach 3 Monaten eine Bilanz

Gerade die variablen Kosten, wie Lebensmittel, Kleidung oder Freizeit können von Monat zu Monat sehr unterschiedlich sein. Deswegen ziehe erst nach 3 Monaten Bilanz, wie sich deine Einnahmen und Ausgaben zueinander verhalten. Denn erst dann kannst du sehen, wie viel du im Schnitt in den 3 oben genannten Kategorien ausgibst. Und dann kannst du hier auch realistische Ziele ableiten.

Das 3-Konten-Modell für noch mehr Kontrolle

Das 3 Konten Modell zusätzlich zum Haushaltsbuch!
1. Girokonto
2. Konsumkonto (10 % Gehalt)
3. Sparkonto (20 % Gehalt)

Durch das Haushaltsbuch weißt du wie hoch deine monatlichen Kosten sind. Ein erprobtes Hilfsmittel, um nun aus den monatlichen Überschüssen Vermögen aufzubauen, ist das 3-Konten-Modell. Die Basis bildet dein Girokonto. Hier bekommst du monatlich dein Gehalt überwiesen. Von dort aus überweist du auf die anderen 3 Konten.

Das Rücklagenkonto

Hier lagert dein Notgroschen für schlechte Zeiten. Wichtig ist, dass du sofort auf das Geld zugreifen kannst. Zum Beispiel kannst du hierfür ein Tagesgeldkonto nutzen. Deine Rücklagen sollten mindestens das Dreifache deines Gehalts umfassen. Hast du das erreicht, kannst du deine monatliche Überweisung auf dieses Konto verringern und mehr investieren.

Das Spaßkonto

Das Geld auf diesem Konto steht dir für deine Freizeit frei zur Verfügung. Für Kino, Shopping Touren, Essen gehen oder Schwimmbad. Alles, was du im Monat für dich ausgeben möchtest, kommt von diesem Konto. Dafür solltest du dir ca. 10 % von deinem Girokonto als Bezahlung für dich überweisen.

Das Vermögensaufbaukonto

Das ist das Referenzkonto für deine Investitionen. Von diesem Konto gehen monatlich Zahlungen für Sparpläne, Kapitalanlagen usw. weg. Monatlich solltest du dafür 20 % deiner Einnahmen auf das Vermögensaufbaukonto überweisen.

Mit dem Haushaltsbuch und dem 3-Konten-Modell hast du weitere wichtige Schritte in Richtung finanzieller Freiheit gemacht. Dein Haushaltsbuch als Kontrolle deiner Ausgaben und Sparhilfe und das 3-Konten-Modell als Struktur und Sicherheit für den Aufbau deines Vermögens.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du über Social Media deine Erfahrungen mit diesen beiden Werkzeugen mit uns und der Community teilst!

Viel Erfolg und bis bald!

Dein Nico

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